Wasserphase
285 ml
Rosenwasser
Rosenwasser bildet die wässrige Basis der Creme. Es erfrischt, macht die Haut weich und verleiht dem Rezept einen zarten Blütenduft. In der Emulsionscreme hilft es außerdem, den ansonsten reichhaltigen Ölanteil aufzulockern.
Ölphase
50 g
Kakaobutter
Kakaobutter macht die Creme nahrhaft, weich und verleiht ihr eine reichhaltigere Konsistenz. Sie eignet sich besonders für trockene und beanspruchte Haut und schützt sie vor übermäßigem Austrocknen.
190 ml
Ringelblumenöl
Ringelblumenöl ist beliebt zur Pflege empfindlicher, trockener und gereizter Haut. Es macht die Haut geschmeidig, beruhigt und unterstützt ihr natürliches Wohlbefinden. Statt Ringelblumenöl kann auch Mandel- oder Lavendelöl verwendet werden – je nachdem, welchen Charakter die Creme am Ende haben soll.
10 g
Bienenwachs
Bienenwachs wirkt hier nicht als Hauptermulgator, sondern als Konsistenz- und Schutzkomponente. Es macht die Creme fester, hilft ihr die Form zu halten und bildet auf der Haut einen leichten Schutzfilm, der den Feuchtigkeitsverlust verlangsamt. Dadurch eignet sich die Creme besonders für trockene Stellen, Hände, Ellbogen, Füße oder für die Winterpflege.
Emulgator und Konservierung
13 g
Sojalecithin
Sojalecithin hilft, Wasser- und Ölphase zu einer Emulsion zu verbinden. Es macht die Creme außerdem geschmeidiger und erleichtert das Auftragen. Bei dieser Rezeptart ist es wichtig, beide Phasen gut zu erwärmen, bei ähnlicher Temperatur zu kombinieren und die Creme auch während des Abkühlens zu rühren.
5 g
Cosgard
Da die Creme Rosenwasser enthält, ist der Einsatz eines Konservierungsmittels unerlässlich. Cosgard schützt das Endprodukt vor Mikroorganismen und verlängert die sichere Verwendbarkeit. Es wird erst in die abgekühlte Emulsion eingerührt.
Hinweis: Diese Creme hat einen höheren Ölanteil und ist daher nährender und reichhaltiger als eine leichte Gesichtscreme. Bienenwachs verbessert die schützende Wirkung und die Konsistenz, ersetzt aber keinen Emulgator. Die Hauptleistung beim Verbinden von Wasser und Öl übernimmt hier das Lecithin.
1. Lecithin in der Wasserphase vorbereiten.
Sojalecithin in das Rosenwasser geben und etwa 1 Stunde stehen lassen. Die Granulate weichen dabei auf und lassen sich danach leichter pürieren. Dann die Mischung gründlich pürieren, bis sie möglichst glatt ist.
2. Ölphase schmelzen.
Kakaobutter, Ringelblumenöl und Bienenwachs in ein feuerfestes Gefäß wiegen. Alles im Wasserbad erhitzen, bis Kakaobutter und Wachs vollständig geschmolzen sind. Die Mischung sollte klar und frei von festen Stücken sein.
3. Wasserphase erwärmen.
Das gemixte Rosenwasser mit Lecithin auf etwa 50 °C erhitzen. Idealerweise sollten beide Phasen beim Mischen ähnliche Temperaturen haben, um das Risiko einer späteren Trennung der Creme zu minimieren.
4. Beide Phasen verbinden.
Die Ölphase in ein höheres Gefäß geben. Das Gefäß in einen Topf mit kaltem Wasser stellen, da die Creme während des Abkühlens weiter gerührt werden muss. Stabmixer in die Ölphase eintauchen, einschalten und die Wasserphase mit Lecithin langsam zugießen.
5. Mischen und gleichzeitig abkühlen lassen.
So lange mixen, bis die Mischung dicker wird und eine cremige Konsistenz annimmt. Sobald die Emulsion verbunden und stabiler ist, kann auf den Schneebesen umgestiegen werden. Während des Abkühlens weiter rühren, denn jetzt härten Kakaobutter und Wachs aus und die Creme nimmt ihre endgültige Struktur an.
6. Konservierungsmittel hinzufügen.
Sobald die Creme auf unter 40 °C abgekühlt ist,
Cosgard
einarbeiten. Gründlich mischen, damit der Konservierer gleichmäßig verteilt ist.
7. Optional: Duft hinzufügen.
In die abgekühlte Creme kann eine geringe Menge geeigneter
ätherischer Öle
gegeben werden. Für empfindliche Haut empfiehlt sich eine sparsame Dosierung oder man lässt die Creme ganz unparfümiert.
8. In saubere Behälter abfüllen.
Die fertige Creme in saubere, desinfizierte Gläser oder Tiegel füllen. Vollständig abkühlen lassen und dann verschließen.
Bei Emulsionscremes sind Sauberkeit, ähnliche Temperaturen beider Phasen und geduldiges Rühren beim Abkühlen das Wichtigste. Wenn das Rühren zu früh beendet wird, kann sich später Öl- und Wasserphase trennen.
Bienenwachs sorgt für die festere Konsistenz und schützt die Haut besser, ersetzt aber keinen Emulgator. Die Hauptarbeit beim Emulgieren leistet Lecithin.
Da das Rezept eine Wasserphase enthält, ist Konservierung wichtig. Arbeiten Sie mit sauberen Werkzeugen, benutzen Sie desinfizierte Behälter und entnehmen Sie die Creme am besten mit einem sauberen Spatel.
Fertige Creme am besten im Kühlschrank aufbewahren. Bei korrekter Herstellung und Konservierung hält sie etwa 2 Monate. Wenn sich Geruch, Farbe oder Konsistenz verändern oder die Creme sich trennt, bitte nicht mehr verwenden.
Ringelblumenöl kann man auch einfach zu Hause machen. Getrocknete Ringelblumenblüten in ein geeignetes Pflanzenöl legen und ziehen lassen. Für eine schnelle Variante reichen 24 Stunden, für ein intensiveres Mazerat lässt man die Kräuter länger darin. Anschließend den Ölauszug durch ein feines Sieb oder Tuch abseihen.
Für die Mazeration immer gut getrocknete Kräuter verwenden. Frische Pflanzen könnten Wasser ins Öl bringen und somit die Haltbarkeit verkürzen.
Ergebnis: Aus diesen Mengen entsteht ca. 500 g nährende Creme. Es ist eine größere Portion, verteilt sie also am besten auf kleinere Tiegel und verschenkt einen Teil als selbstgemachtes Geschenk.
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