Grundrezeptur für ca. 30 g Haaröl:
Das Fläschchen, der Trichter und die Arbeitsfläche sollten sauber und trocken sein. Da es sich um ein wasserfreies Produkt handelt, ist kein Konservierungsmittel nötig, aber Sauberkeit bei der Herstellung bleibt wichtig.
Messen Sie nach und nach Mandelöl, Mohnöl, Squalan und Gurkenöl in einem sauberen Becher oder direkt im Fläschchen ab.
Geben Sie Bisabolol und Vitamin E hinzu. Mischen Sie die Mischung sanft oder verschließen Sie das Fläschchen und drehen Sie es mehrmals langsam um.
Zum Schluss geben Sie 0,2 g Kosmetikduft hinzu. Geben Sie nicht mehr hinzu, nur um einen stärkeren Duft zu erzielen. Das Haaröl bleibt im Haar, daher ist ein dezenter Duft angenehmer.
Verschließen Sie die fertige Mischung und schütteln Sie sie mehrmals vorsichtig. Lassen Sie sie einige Zeit stehen, damit sich die Bestandteile gut verbinden.
Verreiben Sie eine kleine Menge des Öls in den Handflächen und massieren Sie es sanft in die Spitzen oder Längen der Haare ein. Beginnen Sie mit ein oder zwei Tropfen. Bei feinem Haar reicht wirklich eine minimale Menge, bei dichtem oder trockenerem Haar kann die Menge nach Bedarf erhöht werden.
Das Öl kann verwendet werden:
Für eine Packung tragen Sie eine größere Menge des Öls auf die Längen auf, eventuell auch auf die Kopfhaut, wenn es Ihnen angenehm ist. Wickeln Sie das Haar in ein Handtuch, lassen Sie es mindestens 30 Minuten einwirken und waschen Sie es dann gründlich mit Shampoo aus. Bei kräftigerem Haar kann eine doppelte Haarwäsche nötig sein.
Mandelöl ist eines der gut verträglichen und angenehm zu verwendenden Öle. In der Haarpflege hilft es, das Haar weicher zu machen, die Gleitfähigkeit zu verbessern und das Erscheinungsbild zu glätten. Es eignet sich sowohl für Spitzenöle als auch für Packungen, da es nicht so schwer wirkt wie einige dichtere Öle.
Mohnöl ist ein mildes Pflanzenöl, reich an ungesättigten Fettsäuren. In der Haarpflege hilft es, das Haar geschmeidiger zu machen und verleiht einen schönen Glanz. Es ist besonders für trockene Längen und Spitzen geeignet, die rau oder matt wirken.
Gurkenöl ist ein leichtes Öl mit angenehmer Gleitfähigkeit. In Haarprodukten wird es dort eingesetzt, wo wir eine Glättung ohne schweren, fettigen Eindruck wünschen. Es verleiht dem Haar Sanftheit, Glanz und erleichtert das Kämmen.
Squalan ist eine sehr leichte Ölbasis, die sich gut verteilen lässt und kein besonders fettiges Gefühl hinterlässt. Im Haaröl macht es die Mischung leichter, verbessert die Gleitfähigkeit und verleiht dem Haar einen geschmeidigen, glatten Look. Es eignet sich auch für Spitzen, die Pflege benötigen, aber kein schweres Öl vertragen.
Bisabolol ist ein Inhaltsstoff, der aus Kamille bekannt ist. In der Kosmetik wird er zur Beruhigung und Milderung der Rezeptur eingesetzt. Im Haaröl sorgt er für einen sanfteren Effekt auf dem Haar und der Kopfhaut, besonders wenn das Öl als Packung verwendet wird.
Vitamin E ist in diesem Rezept hauptsächlich als Antioxidans enthalten. Es schützt die Ölmischung vor schnellerer Oxidation bzw. Ranzigwerden. Gleichzeitig ist es ein üblicher Bestandteil kosmetischer Ölrezepturen.
Cyclomethicon ist ein flüchtiger Silikonbestandteil. Es sorgt für ein leichteres, weniger fettiges Gefühl und verbessert die Verteilbarkeit des Öls. Nach dem Auftragen verdunstet es allmählich, sodass das Haar nicht beschwert wirkt. Diese Variante ist vor allem bei feinem Haar oder bei Haaren sinnvoll, die nach herkömmlichen Ölen schnell zu Strähnen verkleben.
Das Rezept ist wasserfrei, daher ist kein klassisches Konservierungsmittel erforderlich. Dennoch sollte sauber gearbeitet werden, trockene Utensilien verwendet und das Fläschchen nicht mit den Fingern berührt werden. Lagern Sie das fertige Öl verschlossen, trocken, kühl und außerhalb direkter Sonneneinstrahlung.
Ideal innerhalb von 3 bis 6 Monaten aufbrauchen. Sollte das Öl seinen Duft, seine Farbe verändern oder muffig wirken, verwenden Sie es nicht weiter. Beachten Sie bei Kosmetikdüften immer die empfohlene Dosierung und testen Sie vor der ersten Anwendung eine kleine Menge, insbesondere bei empfindlicher Kopfhaut.
Selbstgemachtes Haaröl zeigt, dass ein einfaches Rezept manchmal ausreicht. Einige gut gewählte Öle, eine leichte Komponente für bessere Verteilbarkeit, ein Antioxidans und ein angenehmer Duft – mehr braucht es meist nicht.
Beginnen Sie sowohl bei der Herstellung als auch bei der Verwendung mit kleinen Mengen. Ihre Haare zeigen Ihnen, ob sie eine dichtere, nährende Variante oder eine leichtere Mischung mit Cyclomethicon bevorzugen. Und wenn Sie unsicher sind, gilt meist die Faustregel: Weniger Öl im Haar ist oft besser als zu viel.
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