Eigene Seife herzustellen ist eine tolle Möglichkeit, besser zu verstehen, was Sie bei der täglichen Pflege verwenden. Es geht nicht nur um das Endprodukt, sondern auch um das Verständnis der Rohstoffe, des Verfahrens und der Sicherheit.
Zu Beginn sollte man zwischen zwei Wegen unterscheiden. Der erste ist die Herstellung aus fertiger Seifenbasis. Der zweite ist die Herstellung von Seife im Kaltverfahren, bei dem mit Ölen und Natriumhydroxid gearbeitet wird. Das erfordert schon genaue Abmessungen, Schutzausrüstung und Respekt vor dem Verfahren.
Für den ersten Versuch bewährt sich in der Praxis oft die fertige Seifenbasis. Sie muss nur geschnitten, behutsam geschmolzen, mit einem passenden Duft oder Farbstoff vermischt und in eine Form gegossen werden. Die Arbeit mit Lauge entfällt, daher ist diese Methode auch für Einsteiger zugänglicher.
Sie können zum Beispiel transparente Seifenbasis, weiße Seifenbasis oder Seifenbasis mit Sheabutter verwenden.
Bei der Herstellung von Seife von Grund auf findet eine Reaktion von Fetten mit Natriumhydroxid statt. Diese Reaktion nennt man Verseifung. Das Ergebnis ist feste Seife, die mehrere Wochen reifen muss.
Sie können zum Beispiel mit Olivenöl Pomace, Bio-Kokosöl, Rizinusöl oder Sheabutter arbeiten. Für die Verseifung verwendet man Natriumhydroxid / Lauge – Perlen.
Natriumhydroxid ist ätzend. Bei Haut- oder Augenkontakt kann es zu schweren Verletzungen führen. Arbeiten Sie daher stets langsam, konzentriert und mit Schutzkleidung.
Zum Färben werden häufig Mica-Puder verwendet, z. B. Mica Gold. In Seife können auch fein gemahlene Kräuter hinzugefügt werden; dabei ist zu beachten, dass Naturmaterialien Farbe, Struktur und Haltbarkeit des Produkts beeinflussen können.
Für den Duft können kosmetische Düfte oder ausgewählte ätherische Öle verwendet werden. Zum Beispiel sorgt Orangenöl für eine frische Zitrusnote. Beachten Sie bei ätherischen Ölen stets die empfohlene Dosierung und individuelle Verträglichkeit.
Seife aus Seifenbasis ist nach dem Erstarren relativ schnell verwendbar. Lagern Sie sie trocken, am besten verpackt, damit sie keine Feuchtigkeit aufnimmt.
Seife aus dem Kaltverfahren muss in der Regel 4–6 Wochen reifen. Während dieser Zeit wird sie härter, verliert überschüssiges Wasser und stabilisiert sich.
Ja, sofern Sie das richtige Verfahren wählen. Für den Anfang eignet sich Seifenbasis. Die Herstellung mit Lauge ist anspruchsvoller und erfordert genaue Dosierung sowie Schutzausrüstung.
Seifenbasis ist ein fertiger Grundstoff, der geschmolzen und in eine Form gegossen wird. Bei der Laugenherstellung entsteht Seife durch eine Reaktion von Fetten mit Natriumhydroxid.
Seife aus Seifenbasis braucht meist keine lange Reifung. Seife aus dem Kaltverfahren sollte mehrere Wochen reifen.
Rohstoffe für die heimische Seifenherstellung finden Sie in den Kategorien Seifenbasen, Öle, Formen und kosmetische Düfte. Beginnen Sie mit einem einfachen Verfahren und fügen Sie weitere Rohstoffe schrittweise hinzu.

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