Pisum sativum – Erbsensprossen als interessanter Wirkstoff für die Haarpflege.
Wenn Sie Ihre eigene Haarkosmetik mischen, suchen Sie womöglich nach Rohstoffen mit einer echten Geschichte, klaren Wirkmechanismen und idealerweise Tests.
Genau das macht den Extrakt aus jungen Erbsentrieben – Pisum sativum – so interessant.
Auf den ersten Blick ist es eine gewöhnliche Erbse. In Wirklichkeit jedoch ein hochentwickelter kosmetischer Rohstoff, der für die Pflege der Kopfhaut und geschwächtem Haar eingesetzt wird.
Haare wachsen nicht ununterbrochen – jedes Haarfollikel durchläuft drei Hauptphasen:
Bei gesunder Kopfhaut befindet sich der Großteil der Haare in der anagenen, also der Wachstumsphase. Bei verstärktem Haarausfall verschiebt sich dieses Verhältnis – es gibt mehr Haare in der Telogenphase, also in der Ruhephase.
Genau hier macht Pisum sativum in der kosmetischen Pflege Sinn.
Das Interessante an diesem Extrakt ist, dass er nicht nur gefühlt auf der Haaroberfläche wirkt.
Er arbeitet mit dem Prinzip der Zellkommunikation im Haarfollikel, insbesondere im Bereich der dermalen Papille, die für die Steuerung des Haarzyklus wichtig ist.
Studien haben gezeigt, dass der Extrakt aus jungen Erbsentrieben die Expression zweier wichtiger Wachstumsfaktoren fördert:
Diese Moleküle sind mit dem Start einer neuen Haarwachstumsphase verbunden.
Noggin hilft, die Telogenphase zu verkürzen, indem es den Haarfollikel unterstützt, schneller zurück in die Anagenphase zu gelangen.
FGF7 signalisiert den Haarstammzellen, aktiv zu werden und den neuen Haarzyklus einzuleiten.
Die Haarwurzel erhält also einen sanften Impuls für das Wachstum. Kein aggressiver Eingriff, sondern eine smarte Signalgebung genau dort, wo sie Sinn ergibt.
Bei einer Anwendung von 4 % über drei Monate wurden in der Studie folgende Resultate beobachtet:
Außerdem berichtete die Mehrheit der Probanden von weniger Haarausfall und ein Teil sogar über verbessertes Nachwachsen der Haare.
Es muss aber ehrlich gesagt werden: Der kosmetische Rohstoff behandelt nicht die Ursache des Haarausfalls. Bei auffälligem, plötzlichem oder langanhaltendem Haarausfall sollten Sie auch einen Arzt aufsuchen. In selbstgemachter Haarkosmetik kann Pisum sativum jedoch ein interessanter Wirkstoff für die regelmäßige Pflege der Kopfhaut sein.
Junge Triebe sind reich an sekundären Pflanzenstoffen, insbesondere Isoflavonen.
Diese Stoffe:
Die hohe Konzentration an bioaktiven Stoffen in der jungen Pflanze ist vermutlich einer der Gründe für den Einsatz von Erbsentriebextrakt in Kosmetik zur Stärkung der Kopfhaut und Vitalität des Haares.
Sie können ihn vor allem in Produkten verwenden, die auf der Kopfhaut verbleiben und genügend Zeit zum Einwirken haben:
Ideal ist die regelmäßige Anwendung, z.B. morgens und abends, sowie eine leichte Kopfmassage. Das unterstützt die Verteilung und Durchblutung der Kopfhaut.
Sehr gut kombinierbar beispielsweise mit:
Pisum sativum macht Sinn in der kosmetischen Pflege:
Erwarten Sie kein Wunder über Nacht. In der Haarpflege sind Regelmäßigkeit, Sanftheit und Geduld entscheidend. Der Haarzyklus braucht seine Zeit – der erste gute Schritt ist, einen einfachen Ablauf zu wählen, den Sie regelmäßig wiederholen können.
Wirkung: Leichtes Leave-in-Tonikum zur Pflege der Kopfhaut, geeignet bei geschwächtem Haar und verstärktem Haarausfall.
Geeignet für: Kopfhaut, feines Haar, regelmäßige Anwendung bei den Haarwurzeln.
Tragen Sie eine kleine Menge direkt an den Haarwurzeln auf und massieren Sie es sanft in die Kopfhaut ein. Kein Ausspülen nötig. Für eine regelmäßige Kur 1–2× täglich, je nach Verträglichkeit, verwenden.
Kühl und in sauberem Behältnis aufbewahren, nicht direkter Sonne und Wärme aussetzen. Innerhalb von 2–3 Monaten verbrauchen. Vor der ersten Anwendung einen Verträglichkeitstest an einer kleinen Stelle machen. Bei Reizungen nicht weiter verwenden.
Pisum sativum ist der lateinische Name für Erbse. In der Kosmetik verwendet man Extrakte aus jungen Trieben oder Erbsenteilen, die bioaktive Stoffe wie Proteine, Aminosäuren und weitere Pflanzenbestandteile enthalten.
Haarkosmetik mit Pisum sativum wird als unterstützende Pflege bei Kopfhautproblemen und geschwächtem Haar eingesetzt. Die eigentliche Ursache von Haarausfall wird nicht behandelt, es kann aber ein interessanter Wirkstoff einer regelmäßigen Haarkur sein.
Regelmäßige Anwendung 1–2× täglich ist sinnvoll. Beginnen Sie lieber mit kleinen Mengen und beobachten Sie, wie die Kopfhaut reagiert.
Ja. Wenn ein Rezept Wasser oder Blütenwasser enthält, ist ein geeignetes Konservierungsmittel notwendig. Wasserbasierte Kosmetik ohne Konservierung ist nur sehr kurz haltbar und kann mikrobiell verderben.
Ja, in selbstgemachter Haarkosmetik kombinieren Sie es gut mit Koffein, Panthenol, Niacinamid oder feuchtigkeitsspendenden Stoffen. Wichtig ist, die empfohlene Dosierung einzuhalten und die Rezeptur nicht mit zu vielen Wirkstoffen zu überladen.
Pisum sativum ist ein interessanter Wirkstoff aus der Erbse, der in der Kosmetik vor allem für die Pflege der Kopfhaut und für geschwächtes Haar verwendet wird. Das Besondere daran ist weniger ein schneller Effekt, sondern das clevere biologische Prinzip und die regelmäßige Anwendung.
Wer eigene Haarkosmetik mischt und einen Wirkstoff mit klarer Geschichte und praktischer Anwendung sucht, sollte Extrakt aus jungen Erbsentrieben in Betracht ziehen. Starten Sie einfach: zum Beispiel mit einem leichten Haartonikum, sauberen Utensilien und regelmäßiger Anwendung. Rohstoffe finden Sie bei uns auf Ekokoza. Bei Unsicherheiten in Dosierung oder Zubereitung beraten wir Sie gerne.
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